FELIX RIEGER · 25.09.2026
2026 – und irgendwann dachte ich: Jetzt versuche ich es. The Show must go on !!
Anfang dieses Jahres war mein beruflicher Plan noch ein anderer. Ich habe in der Betreuung gearbeitet und konnte mir gut vorstellen, dort langfristig meinen Platz zu finden. Die Fotografie begleitete mich schon lange, aber der konkrete Aufbau eines eigenen Gewerbes kam erst später. Dazwischen lagen zwei berufliche Rückschläge, einige Zweifel an mir selbst und eine Nacht, in der ich eigentlich nur etwas ausprobieren wollte.
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Von Felix eingesprochen
2026 – und irgendwann dachte ich: Jetzt versuche ich es.
**Ein Beruf, in dem ich bleiben wollte**
2025 bin ich über einen Quereinstieg in die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit körperlichen und geistigen Behinderungen gekommen. Eine Branche mit Zukunft und Sicherheit. So dachte ich.
Die Arbeit mit den Menschen hat mir großen Spaß gemacht. Ich habe sie im Alltag begleitet, bei der Grundpflege unterstützt und dabei geholfen, ihren Tag zu strukturieren. Mit der Zeit lernt man die Eigenheiten kennen, versteht besser, was jemand braucht, und baut eine Beziehung auf.
Die Verantwortung war groß, und natürlich gab es anstrengende Situationen. Trotzdem war ich mit vollem Einsatz dabei. Ich wollte dazulernen und mich beruflich weiterentwickeln. Auch eine berufsbegleitende Ausbildung in der Heilerziehungspflege war ein Thema.
Dann kam nach sechs Monaten, ganz am Ende der Probezeit, die Kündigung. Im Februar war Schluss.
Der Zeitpunkt hat mich beschäftigt. Mein Gedanke damals war: Das war kalkuliert. Ob es tatsächlich so war, weiß ich nicht. Aber so hat es sich für mich angefühlt.
All die Mühe, der Ehrgeiz und die Hoffnung auf eine Zukunft in diesem Beruf ....plötzlich hatte ich das Gefühl, dass sich davon nichts ausgezahlt hatte. Das war verdammt frustrierend.
**Ein neuer Versuch, der kaum Zeit bekam**
Trotzdem wollte ich dem Bereich noch eine Chance geben. Am 1. Mai begann ich eine neue Stelle in einem Pflegeheim, im gerontologischen Bereich. Gerontologie beschäftigt sich mit dem Älterwerden und dem Leben im Alter. Für mich bedeutete die Stelle, ältere Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen und Pflegebedürfnissen zu begleiten.
Die Pflege war dort deutlich umfangreicher, und vieles war absolutes Neuland für mich. Ich habe entsprechend viel nachgefragt. Ich wollte verstehen, was ich mache, und es richtig machen. Dass man dafür am Anfang Zeit braucht und die Routine erst wächst, war für mich selbstverständlich.
Nach knapp einem Monat kam jedoch die nächste Kündigung. Ohne vorheriges Gespräch und aus meiner Sicht ohne eine wirkliche Chance, mich richtig einzugewöhnen.
Nach zwei solchen Erfahrungen zweifelt man irgendwann an sich selbst. Was mache ich falsch? Warum klappt es nicht, obwohl ich mich bemühe? Und wie oft soll ich eigentlich noch von vorne anfangen? Man hinterfragt sich....und vor allem: WIE SOLL ES WEITERGEHEN ?
Das hat mich getroffen. Aber ich war immer schon jemand, der irgendwann wieder aufsteht und weitermacht. Auch wenn der nächste Schritt noch nicht feststeht. Aufgeben gibt’s für mich nicht.
**Die Nacht, in der meine Homepage entstand**
Der Einstieg in mein eigenes Vorhaben war überraschend unspektakulär. Ich saß eines Nachts da und fragte mich: Wie einfach ist es eigentlich wirklich, sich mit einer KI eine Homepage zu bauen? Kann ich mit einfachen Mitteln mehr aus meiner Fotografie machen als das, was ich bisher auf Instagram zeige?
Ich wollte es einfach ausprobieren.
Also fing ich an. Eine Idee führte zur nächsten. Ich ließ mir helfen, probierte aus, änderte Dinge und wollte immer noch wissen, ob auch das Nächste irgendwie funktioniert.
Aus „Ich schaue mir das mal kurz an“ wurde eine komplette Nacht ohne Schlaf.
Am Ende stand das Grundgerüst meiner eigenen Homepage. Noch längst nicht fertig, aber mit meinen Bildern, meinem Namen und einer Vorstellung davon, was daraus werden könnte.
Das hat etwas bei mir ausgelöst. Bis dahin war die Website eine technische Spielerei gewesen. Jetzt hatte ich plötzlich etwas vor mir, das ich tatsächlich nutzen und weiterentwickeln wollte.
Im Juni ging sie online. Seitdem wächst und verändert sie sich. Wenn ihr gerade diesen Beitrag lest, seid ihr also auf einer Seite, deren Anfang eine spontane Idee mitten in der Nacht war. Hätte ich da gewusst, wie viele weitere Stunden ich hineinstecken würde … ich hätte wahrscheinlich trotzdem angefangen. 😄
**Ab wann aus einer Idee ein Gewerbe wird**
Mit der Homepage wurde mein Vorhaben konkreter. Ich wollte Shootings anbieten und mir mit der Fotografie ein zweites Standbein aufbauen. Dafür musste ich mich allerdings mit Dingen beschäftigen, die über Kamera und Bildbearbeitung hinausgehen.
Wie meldet man eigentlich ein Gewerbe an? Was muss dafür erledigt werden? Wie kalkuliere ich meine Preise? Was gehört in einen Vertrag? Und wie soll es ablaufen, wenn jemand bei mir ein Shooting bucht?
Ich musste mich einlesen, Entscheidungen treffen und Abläufe überlegen. Vieles davon war neu. Kaum war eine Frage geklärt, tauchte die nächste auf.
Dabei habe ich gemerkt, wie viel Arbeit hinter einem Angebot steckt, das später auf der Website vielleicht nur ein paar Zeilen einnimmt. Man sieht das fertige Ergebnis. Die Stunden davor, in denen ich überlegt, verworfen und noch einmal angefangen habe, sieht man nicht.
Trotzdem machte es mir Spaß, das selbst zu gestalten. Nach den Erfahrungen der vergangenen Monate tat es gut, meine Energie in ein eigenes Vorhaben zu stecken und zu sehen, wie es vorankommt.Und vor allem auch mal wieder ein Erfolgserlebnis zu haben. Etwas das mir gelingt und ich selbst in der Hand habe.
**Ein Angebot veröffentlichen heißt auch, dahinterzustehen**
Der nächste Schritt war, mit meinen Angeboten nach draußen zu gehen. Und dabei habe ich teilweise ganz schön mit mir selbst gerungen.
Sind meine Preise passend? Ist die Seite gut genug? Kann ich das jetzt so anbieten? Oder muss ich vorher noch irgendetwas verbessern?
Wenn man lange genug sucht, findet man immer ein Detail, das noch nicht perfekt ist. Irgendwann musste ich mich deshalb fragen: Verbessere ich gerade wirklich etwas, oder schiebe ich das Veröffentlichen vor mir her?
Und sobald etwas online war, begann das Warten. Natürlich hofft man auf eine Reaktion, wenn man so viel Zeit und Gedanken investiert hat. Bleibt sie aus, ist die Versuchung groß, sofort alles wieder anzuzweifeln.
Ich lerne gerade, genauer hinzuschauen: Was sollte ich tatsächlich verändern? Und wo muss ich meinem Vorhaben auch einfach Zeit geben? Das gelingt mir mal besser und mal schlechter.
**Was „All in“ für mich heißt**
Ich arbeite jetzt im Einzelhandel und baue die Fotografie daneben auf. Mit „All in“ meine ich, dass ich diesem Vorhaben eine ernsthafte Chance gebe und bereit bin, die Arbeit dafür zu leisten.
Dazu gehört auch, mich selbst zu hinterfragen, meine Entscheidungen eigenständig zu treffen und mit den Konsequenzen zurechtzukommen. Ich werde Dinge ausprobieren, die nicht funktionieren. Dann muss ich bereit sein, daraus zu lernen und etwas zu ändern.
Diese Verantwortung möchte ich übernehmen. Ich kann selbst bestimmen, was ich anbiete, wie ich arbeite und in welche Richtung ich mich entwickle. Genau das bedeutet mir viel.
**Wo ich heute stehe**
Jetzt ist Ende September, und am 3. Oktober habe ich Geburtstag. Wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke, werde ich manchmal nachdenklich. Ich hätte mir einiges anders gewünscht. Die Freude, die ich an der Arbeit in der Betreuung und Pflege hatte, bleibt trotzdem ein Teil davon.
Die Entscheidung, ein Gewerbe aufzunehmen und meine Fotografie zu professionalisieren, fühlt sich heute genau richtig an. Und ich bin verdammt stolz darauf, mir das eigenständig aufzubauen – von der ersten nächtlichen Idee bis zu dem, was daraus inzwischen geworden ist.
**Und was kommt als Nächstes?**
Mein nächstes Ziel ist eigentlich ziemlich einfach: mehr fotografieren. Am liebsten jeden Tag. Mein Terminkalender darf gerne komplett mit Shootings vollgeballert sein. 😄 Ich möchte mit Menschen Ideen umsetzen, Neues ausprobieren und vor allem öfter mit der Kamera unterwegs sein. Nach all der Arbeit an der Homepage und dem ganzen Drumherum will ich jetzt auch mehr zu dem kommen, wofür ich das überhaupt mache.
Dabei möchte ich auch qualitativ weiterkommen. Mehr Erfahrung sammeln, dazulernen und meine Bilder noch besser machen. Und ja, langsam wird es auch Zeit für eine neue Kamera. Meine Canon hat mich über Jahre begleitet und wird mir allein deshalb immer etwas bedeuten. Trotzdem merke ich inzwischen, dass ich mich auch bei der Ausrüstung weiterentwickeln möchte. Was es wird und wann es so weit ist, erzähle ich euch bestimmt hier.
Damit wären wir auch schon beim dritten Ziel: diesen Blog weiterzuführen. Es macht tatsächlich Spaß, die Gedanken mal aufzuschreiben und sich zwischendurch ein bisschen Frust von der Seele zu schreiben. 😂 Falls das hier überhaupt jemand bis zum Ende liest.
Wenn du noch dabei bist: Schreib mir gerne. Mich interessiert, wer hier mitliest, welche Gedanken ihr dazu habt oder ob ihr selbst schon mal an einem ähnlichen Punkt standet. Ich würde mich freuen.
Für dieses Jahr hatte ich ursprünglich andere Pläne. Jetzt habe ich neue. Und ich bin hoch motiviert, daraus etwas zu machen.
Weil ich weiß, dass es funktionieren kann. Und weil ich will, dass es funktioniert.
Felix
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